Dieser emotionale Ausdruck war zunächst meist negativ, für die Patienten unlustvoll, sie hatten einen Widerstand dagegen. Kam es dagegen zu einem starken negativen Ausdruck, so stellten sich in dessen Gefolge positive ("lustvolle"), weiche, schmelzende, strömende Empfindungen ein, die Reich plasmatische oder vegetative Strömungen nannte.
Sein Interesse richtete sich so zunehmend auf den Körper. Freud hatte die "seelischen" Störungen seiner Patienten beschrieben und zu deren Erklärung das Modell der psychischen Instanzen aus Ich, Es und Über-Ich entwickelt. Es bestand zwar eine gewisse Tendenz anzunehmen, dass sich die psychischen Vorgänge im Gehirn abspielen, Freud hatte keine Abbildung der psychischen Instanzen auf somatische Entitäten geliefert.

